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Richtiger Umgang mit Feuerlöschern

Die meisten im Haushalt auftretenden Brände sind so genannte Entstehungsbrände. Diese können z.B. durch eine brennende Kerze ausgelöst werden. Durch frühzeitiges und richtiges Handeln lassen sich diese Brände mit relativ einfachen Mitteln und geringem Aufwand bekämpfen. Ein handelsüblicher Feuerlöscher ist kinderleicht zu bedienen und nahezu für jeden im Haushalt auftretenden Brand verwendbar.

Welcher Feuerlöscher ist für mich geeignet?
Wichtig ist, dass Sie beim Löschen das richtige Löschmittel verwenden, denn sonst kann es den vorhandenen Brand um ein Vielfaches vergrößern.

Löschen Sie daher niemals Fettbrände mit Wasser! Durch das schlagartige Verdampfen des Wassers werden die brennenden Fettpartikel großflächig verteilt.


Bei der Auswahl des Feuerlöschers sollten Sie daher auf die Brandklasseneinteilung achten.

 

BrandschutzWissen www.brandschutzwissen.info
Erscheint monatlich in BRANDAUS www.brandaus.at

Übersicht über die Brandklassen
Nach ÖNORM EN 2 „Brandklassen“ (Ausgabe 2004)

Brandklassen

Zur Klasse A gehören brennbare Materialien, meist organischer Natur, die unter Glutbildung verbrennen.
Für diese Brandarten werden in der Regel Feuerlöscher, Haspeln, Hydranten oder andere Wasserlöscher eingesetzt.

Holz, Stroh, Kohle,
Papier

Zur Klasse B zählt man Brände von Flüssigkeiten oder Materialien, die bei Hitze flüssig werden, wie Erdöl, Paraffine, Lacke, Öle, Fette usw.
Für diese Brandarten eignen sich Schaum-, Pulver- oder Kohlendioxidlöscher

Benzin, Alkohol, Lacke,
Paraffin, Teer

Sind Brände von Gasen. Das Löschen solcher Brände besteht darin, den Gasfluß durch Schließung des Auffangventils zu unterbrechen.
Wenn der Brand vor Schließung des Gasventils gelöscht wird, kann es zur Explosion kommen.
Für diese Brandarten eignen sich Wasserlöscher (nur nebulisiertes Wasser), Kohlendioxid- (CO2) oder Pulverlöscher.

Wasserstoff, Methan,
Acetylen, Propan

Sind Brände metallischer Stoffe, wie z.B. Magnesium, Aluminium, Natrium usw.
Kein Löscher der Brandklasse A und B eignet sich für diese Brandart.
Im allgemeinen werden dafür Pulverlöscher eingesetzt.

Magnesium, Aluminium,
Natrium, Kalium
Brände von Speiseölen/-fetten in
Frittier- und Fettbackgeräten und
anderen Kücheneinrichtungen und
-geräten
(Brennen mit Flamme)
Pflanzliche oder tierische
Öle und Fette
Neu seit 2004!


Viele Feuerlöscher enthalten Löschmittel, die für mehrere Brandklassen geeignet sind. Für die Verwendung in Privathaushalten empfiehlt sich der Einsatz von ABC-Pulverlöschern.

Vorsicht beim Kauf von Feuerlöschern!
Hier wird zwischen Aufladelöschern und Dauerlöschern unterschieden. Bei Dauerlöschern befinden sich Treibgas und Löschmittel in einem Behälter, der Behälter steht dauerhaft unter Druck. Bei Aufladelöschern strömt das Treibgas erst bei Auslösung in den Löschmitteltank. Viele Geräte, die in Baumärkten angeboten werden, sind Dauerlöscher. Diese sind zwar von der Anschaffung her sehr preisgünstig, haben aber hohe Folgekosten, denn ein Feuerlöscher sollte alle zwei Jahre geprüft werden. Die Prüfung bei Dauerlöschern ist hier wesentlich teurer als die Prüfung von Aufladelöschern. Zudem ist der Druckbehälter bei Dauerlöschern zuästzlich alle zehn Jahre durch Sachverständige (z.B. TÜV) zu überprüfen.
Auf lange Sicht hin sind daher die Aufladelöscher deutlich preisgünstiger, auch bei einem höheren Anschaffungspreis.

 

Nicht jeder Feuerlöscher ist für jede Brandklasse geeignet.
Wasserlöscher Der Wasserlöscher ist nur für Brände der Klasse A geeignet. Wasser hat die Eigenschaft, Wärme binden zu können, zudem erhitzt es sich meist weniger, als die meisten brennbaren Stoffe, die man mit Wasser löschen kann. Durch diese Wärmebindung werden die Brennmaterialien gekühlt und so das Feuer gelöscht. Hierzu muss sich das Wasser mit dem zu löschenden Stoff (zum Beispiel Papier oder Stroh) verbinden können. Die meisten Wasserlöscher, die im Handel erhältlich sind, werden mit Tensiden angereichert. Dies soll, durch die veränderte Oberflächenspannung, für eine bessere Löscheigenschaft sorgen.
Pulverlöscher Am universellsten einsetzbar sind Pulverlöscher. Sie sind für die Brandklassen A, B und C zugelassen und können gegen fast alle Brandrisiken des täglichen Lebens eingesetzt werden. Bei Glutbränden der Brandklasse A bildet sich durch ABC-Feuerlöschpulver eine Schmelzschicht aus, die eine Isolier- und Sperrwirkung entfaltet. Es gelangt kein Sauerstoff mehr in den Brandherd, die Brandumgebung wird nicht mehr aufgeheizt und Rückzündungen werden unterbunden. Bei Flammenbränden der Brandklassen B und C greift das Pulver direkt in den Reaktionsablauf der Verbrennung ein und verursacht eine Kettenabbruchreaktion.
Schaumlöscher

Schaumlöscher sind für die Brandklassen A und B zugelassen. Löschmittel ist eine Wasser- Schaummittellösung, meist mit filmbildendem Schaummittel (AFFF), Treibmittel ist Kohlendioxid.
Die Hauptlöschwirkungen sind Ersticken und Kühlen. Schaumlöscher sind daher zur Brandbekämpfung von brennbaren Flüssigkeiten wie Benzin, Petroleum, Ölen und festen Brandstoffen wie Holz, Papier, Stroh und Textilien geeignet. Sie sind nicht geeignet zur Bekämpfung von Metallbränden. Diese Schaumdecke breitet sich über die gesamte Oberfläche aus und erstickt das Feuer. Da der Löschschaum für die Gesundheit unbedenklich und biologisch abbaubar ist, eignet er sich sehr gut für die private Wohnung.

Kohlendioxidlöscher

Für die Brandklassen B und C sind Kohlendioxidlöscher zugelassen. Kohlendioxidlöscher eignen sich besonders zur Bekämpfung von Bränden in EDV-Anlagen, Elektroanlagen (E-Verteiler, Schaltwarten, Relaisschränken etc.), Labors, Großküchen, Lackieranlagen etc. Sie können auch gegen Flüssigkeits- und Gasbrände eingesetzt werden. Das Löschmittel verursacht keine Verunreinigung, da sich Kohlendioxid rückstandsfrei verflüchtigt. Löschwirkend sind sowohl der Erstickungseffekt durch Verdrängung der Luft in Bodennähe, als auch der Störeffekt aufgrund der Vermischung des Löschgases mit der Luft.

 

Wie bediene ich einen Feuerlöscher?
Der Umgang mit dem Feuerlöscher ist kinderleicht, trotzdem sollten Sie sich und Ihre Familie regelmäßig mit dem Feuerlöscher vertraut machen!
Zwar sind Feuerlöscher heute in Privathaushalten nicht mehr vorgeschrieben (außer in Haushalten mit Flüssiggasbehältern) doch Feuerlöscher bleiben nach wie vor eine sinnvolle Sicherheitseinrichtung, um einen Entstehungsbrand wirksam zu bekämpfen.Deshalb sollte jeder Haushalt einen funktionsfähigen Feuerlöscher haben.

So setzen Sie einen Feuerlöscher richtig ein!
Feuerlöscher entsichern, Löschpistole festhalten - da ein Rückstoß zu erwarten ist - und in kurzen Stößen (außer bei Fließbränden) löschen.

Sicherung ziehen Auslöseeinrichtung bedienen
z.B. durch Eindrücken des
Schlagknopf
Feuer mit
gezielten
Stößen löschen
 
Um den Feuerlöscher möglichst effektiv einzusetzen, bekämpfen Sie Brände wie folgt:

  Das Feuer mit dem Wind angreifen
  Tropf- und Fließbrände von oben bekämpfen
  Mehrere Feuerlöscher gleichzeitig einsetzen
  An der Brandstelle auf Wiederentzündung achten
  Gebrauchte Feuerlöscher wieder füllen lassen
 

Wo bekomme ich Hilfe?
Zur Übung mit dem Umgang eines Feuerlöschers hat die Freiwillige Feuerwehr ?????
Gerne geben wir Ihnen Ratschläge beim Kauf und der Prüfung Ihrer Feuerlöscher.


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Herr Hans-Peter Langmann 0664/5303176
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